CMS kurz erklärt
Ein CMS (Content-Management-System) ist eine Software, mit der Sie Inhalte einer Webseite erstellen, bearbeiten und verwalten können – ohne Programmierung. Texte, Bilder und Medien werden in einem Redaktionssystem (Backend) gepflegt und automatisch auf der Webseite (Frontend) angezeigt. Bekannte CMS sind WordPress, Typo3, Strapi, Payload CMS, Kirby. Ein CMS spart Zeit, ermöglicht mehreren Nutzerinnen die Pflege und macht Webseiten für Unternehmen wartbar.
Wie funktioniert ein CMS?
Ein CMS trennt Inhalt (Content) von Darstellung (Design). Sie loggen sich ins Backend ein, erstellen oder bearbeiten Beiträge, Seiten und Medien – das System speichert alles in einer Datenbank (oder bei file-basierten CMS im Dateisystem) und stellt die Inhalte auf der Webseite dar. Templates oder Themes bestimmen das Layout; Plugins oder Module erweitern die Funktionalität. So können auch Nicht-Entwicklerinnen Inhalte pflegen, ohne Code zu schreiben.
- Backend & Frontend:Das Backend ist die Verwaltungsoberfläche für Redakteurinnen. Das Frontend ist die für Besucherinnen sichtbare Webseite. Änderungen im Backend erscheinen automatisch im Frontend.
- Datenbank:Inhalte werden in einer Datenbank (z. B. MySQL, PostgreSQL) gespeichert. Das CMS liest und schreibt diese Daten – Sie arbeiten nur mit der Oberfläche.
- Templates & Themes:Bestimmen das Aussehen der Webseite. Ein Wechsel des Themes ändert das Design, die Inhalte bleiben erhalten.
CMS-Typen im Überblick
Die Wahl des richtigen CMS hängt von Ihrem Projekt ab: Größe, Mehrsprachigkeit, Redaktionsstruktur, Budget und technische Anforderungen. Für die meisten Unternehmenswebseiten ist WordPress eine gute Wahl; für komplexe Projekte kommen Typo3 oder Headless-CMS infrage.
WordPress
Das weltweit meistgenutzte CMS – über 43 % aller Webseiten. WordPress ist Open Source, hat eine große Community und tausende Themes und Plugins. Ideal für Blogs, Unternehmenswebseiten und Shops (WooCommerce). Einfache Bedienung, flexibel erweiterbar. Eignet sich von kleinen Projekten bis zu großen Portalen. Mehr zu WordPress
Typo3
Enterprise-CMS aus Deutschland, besonders in DACH verbreitet. Typo3 bietet starke Mehrsprachigkeit, granulare Rechteverwaltung und skaliert für große Redaktionen. Höherer Einarbeitungsaufwand als WordPress, dafür mehr Kontrolle und Stabilität. Ideal für Behörden, Konzerne und komplexe Webprojekte.
Headless CMS
CMS ohne festes Frontend – Inhalte werden über API (REST, GraphQL) an beliebige Anwendungen geliefert. Frontend (React, Next.js, App) wird separat entwickelt. Maximale Flexibilität für moderne Web-Apps, JAMstack und Multi-Channel-Publishing. Beispiele: Strapi, Payload CMS, Contentful, Sanity.
Kirby CMS
File-basiertes CMS – speichert Inhalte in einfachen Textdateien und Ordnern, keine Datenbank nötig. Kirby ist schlank, schnell und flexibel. PHP-basiert, ideal für Designerinnen und Entwicklerinnen, die volle Kontrolle wollen. Eignet sich für Projekte, Magazine, Microsites und Headless-Szenarien.
Shop-Systeme (E-Commerce-CMS)
Spezialisierte CMS für Onlineshops: Shopify, WooCommerce (WordPress-Plugin), Shopware, Magento. Kombinieren Produktverwaltung, Warenkorb, Zahlung und Versand. Für reine Shops oft sinnvoller als ein klassisches CMS mit Shop-Plugin.
Vorteile eines CMS
Ein CMS reduziert Abhängigkeit von Entwicklerinnen, beschleunigt Content-Updates und ermöglicht mehrere Redakteurinnen mit unterschiedlichen Rechten. Inhalte können strukturiert, durchsuchbar und versioniert werden. Viele CMS sind SEO-freundlich, responsiv und bieten Erweiterungen für Formulare, Shops oder Mehrsprachigkeit.
- Einfache Pflege: Texte und Bilder ohne Programmierkenntnisse bearbeiten. WYSIWYG-Editoren oder Block-Editoren erleichtern die Arbeit.
- Mehrere Nutzerinnen:Rechteverwaltung für Redakteurinnen, Admins und Gastautorinnen. Workflows und Freigaben möglich.
- Skalierbarkeit: Von wenigen Seiten bis zu großen Portalen. Plugins und Module erweitern das System bei Bedarf.
CMS vs. statische Webseite
Statische Webseiten bestehen aus festen HTML-Dateien – jede Änderung erfordert manuelles Bearbeiten des Codes. Ein CMS generiert Seiten dynamisch aus der Datenbank. Statische Seiten sind oft schneller und sicherer, aber schwerer zu pflegen. Für Unternehmen mit regelmäßigen Updates, Blogs oder Shops ist ein CMS meist die bessere Wahl. Moderne Static-Site-Generatoren (z. B. mit Headless CMS) kombinieren Vorteile beider Ansätze.
- Statisch: Schnell, sicher, keine Datenbank – aber jede Änderung braucht Entwicklerinnen.
- CMS: Einfache Pflege, dynamische Inhalte – erfordert Hosting mit Datenbank und Updates.
- Headless + Static: CMS für Inhalte, statisch generiertes Frontend – Performance und Wartbarkeit kombiniert.
CMS für Unternehmen
Für Unternehmenswebseiten ist ein CMS Standard: News, Leistungen, Team und Kontakt lassen sich von Marketing oder Redaktion aktuell halten. Wichtig sind klare Struktur, Schulung der Nutzerinnen und regelmäßige Updates. Bei WordPress: Qualitäts-Themes und nur notwendige Plugins. Bei Typo3 oder Headless: professionelle Einrichtung und Wartung durch erfahrene Entwicklerinnen.
- Anforderungen klären: Wie viele Redakteurinnen? Mehrsprachig? Shop nötig? Diese Fragen bestimmen die CMS-Wahl.
- Wartung einplanen: Updates, Backups und Sicherheit sind laufende Aufgaben. Ein CMS ist kein „Set-and-Forget“-Projekt.
- Schulung: Redakteurinnen sollten das CMS sicher bedienen können. Dokumentation und Einweisung sparen langfristig Zeit.
Was bei Webseiten mit CMS zu beachten ist
Ein CMS macht Webseiten wartbar – aber nur, wenn Sie einige Grundsätze beachten. Fertige Themes und viele Plugins sind verlockend, können aber Performance, Sicherheit und Wartbarkeit beeinträchtigen. Für professionelle Unternehmenswebseiten empfehlen wir einen schlanken, zielgerichteten Ansatz.
Weniger Plugins, mehr Qualität
Jedes Plugin kann Sicherheitslücken, Konflikte und Performance-Probleme verursachen. Nutzen Sie nur Plugins, die Sie wirklich brauchen – und wählen Sie etablierte mit regelmäßigen Updates. Weniger ist oft mehr: Lieber ein gut gewartetes Plugin als fünf halb kompatible.
Eigenprogrammiertes Theme empfohlen
Fertige Themes enthalten oft ungenutzten Code, viele Optionen und Abhängigkeiten. Ein eigenprogrammiertes (individuelles) Theme wird speziell für Ihr Projekt entwickelt – schlank, maßgeschneidert, optimale Ladezeiten und höchste Sicherheitsstandards. Besonders bei WordPress lohnt sich ein individuelles Theme für professionelle Anforderungen.
Updates und Sicherheit
CMS, Themes und Plugins müssen regelmäßig aktualisiert werden. Vor Updates: Backup erstellen. Sicherheits-Plugins und starke Passwörter sind Pflicht. Ein schlankes Setup mit wenigen Erweiterungen reduziert die Angriffsfläche und vereinfacht die Wartung.
CMS im Überblick – Fazit
Ein CMS macht Webseiten wartbar und ermöglicht Inhalte ohne Programmierung. WordPress dominiert den Markt; Typo3 eignet sich für Enterprise; Headless-CMS für moderne, flexible Projekte. Die Wahl hängt von Anforderungen, Budget und Zielgruppe ab.
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Häufig gestellte Fragen zu CMS
Was ist ein CMS?
Ein CMS (Content-Management-System) ist eine Software zur Erstellung, Bearbeitung und Verwaltung von Webseiten-Inhalten – ohne Programmierung. Redakteurinnen arbeiten in einem Backend; Inhalte werden in einer Datenbank gespeichert und auf der Webseite angezeigt. Bekannte Beispiele: WordPress, Typo3, Headless-CMS wie Strapi.
Was ist der Unterschied zwischen CMS und WordPress?
WordPress ist ein CMS – das weltweit meistgenutzte. CMS ist der Oberbegriff für alle Content-Management-Systeme; WordPress ist eine konkrete CMS-Lösung. Andere CMS sind z. B. Typo3, Joomla, Drupal oder Headless-CMS wie Strapi oder Contentful.
Was ist ein Headless CMS?
Ein Headless CMS liefert nur Inhalte über eine API (REST oder GraphQL) – ohne festes Frontend. Das Frontend (Webseite, App) wird separat entwickelt und holt die Daten vom CMS. Vorteile: maximale Flexibilität, Multi-Channel-Publishing, moderne Tech-Stacks. Beispiele: Strapi, Payload CMS, Contentful, Sanity.
Was ist Kirby CMS?
Kirby ist ein file-basiertes CMS – Inhalte werden in Textdateien und Ordnern gespeichert, keine Datenbank nötig. Schlank, schnell und flexibel. PHP-basiert, ideal für Designerinnen und Entwicklerinnen. Eignet sich für Projekte, Magazine, Microsites und Headless-Szenarien. Mehr unter getkirby.com.
Was ist Typo3?
Typo3 ist ein Enterprise-CMS aus Deutschland, besonders in DACH verbreitet. Starke Mehrsprachigkeit, granulare Rechteverwaltung, skalierbar für große Redaktionen. Eignet sich für Behörden, Konzerne und komplexe Webprojekte. Höherer Einarbeitungsaufwand als WordPress.
Was kostet ein CMS?
WordPress und Typo3 sind Open Source und kostenlos. Kosten entstehen für Hosting, Domain, Themes, Plugins, Einrichtung und Wartung. Einfache WordPress-Webseiten: ab wenigen hundert Euro Einmalaufwand. Komplexe Projekte mit individuellem Design: 5.000–50.000 Euro und mehr. Laufende Kosten: Hosting, Updates, Support.
Welche Vorteile hat ein CMS?
Inhalte ohne Programmierung pflegen, mehrere Redakteurinnen mit Rechten, schnelle Updates, SEO-Freundlichkeit, Erweiterbarkeit durch Plugins/Module. Ein CMS spart langfristig Kosten, weil Änderungen ohne Entwicklerinnen möglich sind.
Eigenes Theme oder viele Plugins – was ist besser?
Für professionelle Webseiten empfehlen wir: eigenprogrammiertes Theme statt Fertig-Theme, wenige gut gewartete Plugins statt vieler. Fertige Themes und viele Plugins können Performance und Sicherheit beeinträchtigen. Ein schlankes, individuelles Setup ist wartbarer und schneller.
CMS oder statische Webseite?
Statische Webseiten: schneller, sicherer, keine Datenbank – aber jede Änderung erfordert Code. CMS: einfache Pflege, dynamische Inhalte – erfordert Hosting mit Datenbank und Updates. Für Unternehmen mit regelmäßigen Updates ist ein CMS meist sinnvoller. Headless CMS + Static Site Generator kombiniert beide Ansätze.
